Erster Segelflug 2014

1 01 2014

Ich wache im Wohnwagen vom Bewegen der Hallentore der Nachbarhalle auf, nachdem ich nach der Feier bei Wolfram die beiden Autobahnausfahrten auf dem Weg zu meinem Bruder verpasst hatte und dann, nachdem es dann zum Wohnwagen näher als zu meinem Bruder war, doch im Wohnwagen übernachtete hatte. Das Wetter ist viel besser als erwartet. Also schnell meinen Hänger aus der Halle geschoben und zusammenstecken. Ich hoffe ein wenig auf den Wind und auf dynamisches Segelfliegen, welches nach den Wolken noch möglich sein könnte. Aber bis ich am Start bin, ist der Himmel nur noch strahlend blau. Sepp, unser Chefschlepppilot mit der Remo, hilft mir, meine Antares zum Start zu schieben und meine Überschuhe anzulegen. Hinter unserer Dimona, pilotiert von Karl, einem Schlepppiloten von den Tölzern, geht es Richtung Glaswand. Von dort erst mal Richtung Kochel, und dann zurück zur Benewand.

_RIMG0596

_RIMG0603

Dort spüre ich die ersten Lupfer 2014. Ich kann meinen Schatten an den Felsen der Benewand sehen.

_RIMG0607

Über dem Idealhang probiere ich den ersten Kreis, aber es ist nur vermindertes Sinken. Am Brauneck sehe ich zwei Paragleiter. Über ihnen versuche zu steigen, doch es ist nur vermindertes Sinken. Der Wind, vom Windsack angezeigt am Brauneck, kommt aus Südost. Ich gleite das Lengrieser Tal zum Blomberg, hoffe auf den Osthang. Doch auch dort nur vermindertes Sinken. Ich nutze dann die letzte Möglichkeit noch am Zwiesel vorbei zur Westseite des Blombergs zu fliegen. Und dort finde ich dann den ersten Bart des Jahres. Er fängt zögerlich an, doch manchmal hat er das ungestüme Verhalten von Frühjahrsthermik.

_RIMG0610

Der Integrator geht in Spitzen bis auf 2.4 Meter.

_RIMG0611

Oben angekommen, versuche ich es nochmal Richtung Benewand, doch die nächste Rippe liefert zwar auch Steigen aber nicht so stark. Dann wieder zurück zum Blomberg, wieder hoch, und dann die erste Talquerung nach Osten dieses Jahr.

_RIMG0617

Ich fliehe vor einem ganz leichten Cirrenschirm, der meine Thermik später ganz kaputt machen wird.

_RIMG0619

Am Rechelkopf gibt es nochmal ein Geblubbere, und dann geht es bald zurück Richtung Geretsried, die Abschirmung macht die Thermik alle. Nach etwas über eineinhalb Stunden lande ich in Königsdorf, und freue mich über einen wunderbaren Flug.

_RIMG0630

Abbauen, mit Christoph noch etwas essen, mit den Tölzern noch bei uns einen Tee trinken, und dann ab nach Köln zur Arbeit.

Danke an das Team von Königsdorf für diesen schönen Jahresanfang.





Im Alten Jahr nochmal in die Welle

28 12 2013

RIMG0427 RIMG0428 RIMG0429 RIMG0430 RIMG0431 RIMG0432 RIMG0433  RIMG0435 RIMG0436 RIMG0437 RIMG0438 RIMG0439 RIMG0440 RIMG0441  RIMG0443 RIMG0444 RIMG0445 RIMG0446 RIMG0447 RIMG0448 RIMG0449 RIMG0450 RIMG0451 RIMG0452 RIMG0453 RIMG0454 RIMG0455 RIMG0456 RIMG0457 RIMG0458 RIMG0459  RIMG0461 RIMG0462 RIMG0463 RIMG0464 RIMG0465 RIMG0466 RIMG0467 RIMG0468 RIMG0469 RIMG0470  RIMG0472 RIMG0473 RIMG0474  RIMG0476 RIMG0477 RIMG0478 RIMG0479 RIMG0480 RIMG0481 RIMG0482 RIMG0483 RIMG0484 RIMG0485 RIMG0487 RIMG0488 RIMG0489  RIMG0491   RIMG0496 RIMG0497 RIMG0498  RIMG0501





Ein Winkel um die Schräglage beim Kurbeln abzuschätzen

3 07 2013

RIMG0051

RIMG0069





Bundesligaflug

27 04 2013

Danke an München und Innsbruck für die Nutzung der Lufträume.

Bilder kommen weiter unten.

Am Samstag geht mein erster Blick so gegen 6 Uhr aus dem Wohnwagenfenster gegen Himmel. Noch am Abend zuvor habe ich mit Gerd über das Wetter gesprochen, und wir konnten es nicht glauben, dass es am nächsten Tag wirklich ein guter Flugtag werden soll. Aber den Schlepppiloten für 6:30 wollten wir nicht abbestellen. Doch der Blick aus dem Fenster jetzt in der Früh, und vor allem die Windwerte im Internet, scheinen den Tag nicht so gut werden zu lassen. Also Zeit nochmal eine Runde zu Schlafen und dann gemütlich das Frühstück vom Bäcker zu holen. Am späten Vormittag haben dann die Wolken so viel Struktur bekommen, dass wir an einen thermischen Bundesligaflug denken. Ja der Wind über den Brenner scheint auch so stark zu sein, dass wir uns einbilden, die Nordkette sollte gehen. Doch wenn man die Info der Meteorologen anschaut, dann spricht es eben für eine starke Welle in Innsbruck, aber nicht für die Nordkette, doch zu diesem Schluss bin ich noch nicht fähig, das wird es ich erst am Abend in den Nachanalyse tun.
Nachdem ich durch Gruscheln verpasst habe, mein Flugzeug aufzubauen, als die anderen Einsitzer noch vor der Halle stehen, nutze ich meine Einmannaufrüsthilfe, oder wie sie der Hersteller nennt, die kein-Freund-Hilfe. Es geht überraschend schnell. Zum Schieben an den Start hilft mit Sepp, unser Schlepppilot. Zur Startanmeldung schreitend, kommt mir Raphael entgegen, und er meint, ich bräuchte nicht bis zum Startschreiber gehen, ich wäre schon angemeldet. Schleppen tut mich dann Christian mit einer TTC. Ich habe mit ihm einen Schlepp zum Blomberg vereinbart, doch es ist so viel Energie in der Luft, dass ich auf eine Wolke über Penzberg umschwenke, und unter 400 Meter ausklinke. Da geht es auch gleich wie im Fahrstuhl hoch, und ich höre Mathias mit dem Quintus in der Nähe von Antersberg. Ich entschließe mich erst mal nach Südosten zu fliegen. Im Anflug auf Olstadt komme ich dann tief, ok immer noch höher wie meine Ausklinkhöhe, und muss erst ein wenig suchen, bevor ich dann mit einer 13 dort kurble. Die Luft ist zwar energiereich, aber wo es unter den Wolken zieht, habe ich noch nicht so wirklich herausbekommen. Es geht dann unter der relativ tiefen Basis weiter über das Murnauer Moor und über Eschenlohe hinaus, wo ich dann nochmal unter den Wolken kurble. Inzwischen höre ich, dass KP über den Sojern in die Welle über Krünn eingestiegen ist, und nun an den Wetterstein fliegt. Also schalte ich auch gleich mental um, ich möchte auch in die Welle. Normalerweise gibt es ja Nördlich des Hohen Kisten eine Stelle, an der ich schon häufig aus dem Hang in die Welle kann, doch diese Stelle geht nicht. Der Wind scheint ein wenig zu westlich zu sein. Also mache ich mich dann am nochmal ein wenig thermisch hoch und versuche über dem Walchensee etwas zu bekommen, doch es klappt nicht. Zum Latschenkopf lang die Höhe auch nicht mehr, und so geht es an die niedrigen Berge in der Jachenau, an denen ich mich zusammen mit einigen Raubvögeln für die nächsten 45 Minuten verlustiere. Dort einmal auf 2100 Meter gekommen, sieht die Welt gleich ganz anders aus. Nach Norden kann ich schon auf die Wolken schauen, nach Süden sehe ich die Wolken in der Ferne der Nordkette auf gleicher Höhe. Also auf zum Sojern, wobei ich zwischendrin kurz vor dem Isartal nochmal ein wenig Höhe machen kann. Für Welle ist es mir ein wenig zu weit in Norden, thermisch geht es an dieser Stelle aber häufig. Am Sojerngrat meine ich dann nochmal thermisch zu kreisen, bevor es dann an der Sojernspitze auf jeden Fall in die Welle geht. Nachdem ich dort bis kurz vor die Grenze des Luftraums C gestiegen bin, mache ich mich auf Richtung Wettersteingrat. Aber so richtig tragen will der Grat nicht. Auch wird es dann im Westen sehr feucht und es ist nicht möglich an die klassische Miemingerwelle zu fliegen. Also geht es den Grat zurück, und dann springe ich über den Grat ins Lee und finde mich kurz danach in der Wettersteinwelle. Über Mittenwald steigt es so gut, dass ich auf München Info mal vorsichtig anfrage, ob ich da bis FL 160 steigen darf. Ich bekomme die Auskunft, dass ich ein wenig warten solle, und dann höchstwahrscheinlich auf eine andere Frequenz geschickt werde. Und so geschah es dann auch. 5 Minuten später hatte ich die Freigabe in Luftraum C einzufliegen und bis FL160 zu steigen. Jetzt geht es nach Osten, und ich stelle fest, dass wir eine ganz schön große Westkomponente im Wind haben. Vorbei an Geitau geht es nun bis über den Inn, ja Unterwössen ist gleich fast unter mir. Zum Kaiser traue ich mich nicht zu springen, es ist zu feucht beziehungsweise ich bin nicht genügend hoch. Also geht es zurück gegen Westen. Da finde ich dann Zeit ein Bild zu machen, zuerst das Inntal und dann nach Norden zum Tegernsee und Schliersee.

2013-04-27_16-26-09_367

2013-04-27_16-35-57_554

Und nun habe ich irgendwie die fixe Idee zur Nordkette zu wollen, anstatt in Wellen getragen zurück zur Wettersteinwelle. Und dazu muss ich durch einen blaues Loch fliegen. Doch was bedeutet blaues Loch, sinkende Luftmasse, oder absteigender Ast der Welle.

2013-04-27_16-28-24_241

2013-04-27_16-36-02_982

Und so sinke ich leider deutlich schneller als mir liebt ist. Der Controller gibt mich an Innsbruck Radar. Doch ich sinke weiter. Selbst über dem Grat geht es nicht. Am Rofan trägt es ein wenig, doch ich denke ich komme noch gut an die Nordkette, und fliege deshalb weiter. Am Anfang der Norkette kann ich dann auch im Hang mit fast 3 Metern steigen, und ich denke mir, aha, die Nordkette geht, warum soll ich hier mit Hangfliegen Zeit verschwenden, es wird ja so weiter gehen. Doch Pustekuchen. Die Kette trägt nicht, es geht mit 3 bis 4 Metern nach unten. Ich denke mir zwar, da wird der abfallende Wellenast drauf stehen, aber mir fällt nichts Besseres ein. Als ich dann so tief bin, dass ich wirklich ans Außenlanden denke muss, rede ich kurz mit dem Controller. Er sagt mir, dass es, wenn es dort so sinkt auch bis nach Innsbruck so sinkt, und dass ich doch besser vor der Stadt außenlanden soll. Und übrigens hätte ich nun das ganze Inntal für mich. Also fliege ich weg vom Hang nach Süden Richtung ausgewählter Außenlandewiese, aber immer noch in der Hoffnung über einem sonnenbeschienen Industriegebiet Steigen zu finden. Schon vor dem Industriegebiet finde ich Steigen. Es ist zwar nicht so ruhig wie Welle, nicht so turbulent wie Rotor, an der Stelle, an der ich deutlich höher eine Welle erwartet hätte. Und so steige ich dort erst kreisend und dann, nachdem ich herausgefunden habe, dass es eine Welle ist, auch gerade aus fliegend. Bald steigt der Integrator auf über 4 ja stellenweise sogar auf über 5 Meter.

2013-04-27_17-30-13_335

2013-04-27_17-30-17_745

Nun habe ich wieder das Problem der Feuchtigkeit, ich kann nicht weiter Steigen, weil Wolken bald im Weg sein werden. Also Klappen raus und unter den Wolken bleiben.

2013-04-27_17-41-01_406

So fliege ich zur Reiter Spitze, und kann dann wieder in den Norden blicken. Und was ich da sehe, ist zwar spektakulär aber auch nicht einladend.

2013-04-27_17-41-04_311

2013-04-27_17-41-07_429

2013-04-27_17-41-12_127

Vor den Bergen ist ein gleißender weiser See aus Wolken. Ich bin zwar 1000 Meter über Gleitpfad heim, doch ob ich heimfliegen kann, steht noch in den Sternen. Östlich der Isar ist noch alles frei. Die Welle am Soiern steht immer noch, doch ich gleite erst mal zum Latschenkopf, an dem ich nochmal deutlich Höhe dazu machen kann. Der See hat inzwischen für mich sichtbare Löcher (bekommen), und ich glaube inzwischen daran, dass ich nicht in Greiling außenlanden muss, so wie Beni, sondern wieder zum Platz zurückkomme. Über Tomys Rest traue ich mich ob der Wolken nicht zu fliegen, und so geht es zum Platz zurück, zwischen den Wolken unter die Basis und dann auf einen grünen aber wie ausgestorben wirkenden Platz zurück zur Landung





Gedanken zum Jahrtag

21 04 2013

Unser Segelfluggebiet, oder wie es Tomy bezeichnete, unser Sandkasten, liegt zu einem großen Teil im alpinen Bereich. Sobald wir die unmittelbaren Flugplatzbereiche verlassen, setzen wir uns einem erhöhten Risiko aus. Je weiter wir uns ins Alpine wagen, desto mehr steigt das Risiko. Doch für viele von uns stellt die Bewältigung von Flügen ins hohe alpine Gelände eine sportliche und persönliche Herausforderung dar. Die erfolgreiche Bewältigung eines Fluges um einen der vielen hohen wunderbaren Berge oder Pässe stellen für uns Erlebnisse dar, an die wir uns ein ganzes Leben gerne erinnern, ja an denen wir uns auch aufrichten können. Wer kann sich nicht an seinen ersten Flug zur Benewand, um das Karwendel, entlang des Wettersteins, zum Kaiser, zum Venet, in die Benina, zum Grimmling, zum Königssee, in die Karawanken, zum Arlberg, ins Hinterrheintal, zum Matterhorn …. erinnern oder träumt zumindest davon.

Aber leider sprechen die Tatsachen für sich selber. Jedes Jahr kommen einige Segelflieger in den Bergen ums Leben. Die, die sich in die alpine Welt begeben, sollen sich gut vorbereiten, sollen um ihre Fähigkeiten und Grenzen wissen, und sollen immer rechtzeitig den Flug sicher beenden.

_IMG_0607
Kurz nach Sonnenuntergang an unserem letzten gemeinsamen Flugtag, seinem Geburtstag in Januar 2007.

_IMG_0690
Tomy beim Zellenwartlehrgang im Februar 2007.





Endlich wieder Bergfliegen

14 04 2013

Am Sonntag war dann auch für mich der erste Bergflug dieses Jahr möglich. Am Samstag war leider nur Windenstart und so bin ich dann nicht in die Luft gekommen.

Zuerst ging es hinter Sepp hinter der EISDiele über das Moor zum Blomberg. Es war zwar auch zwischendurch gute Thermik, aber ich wollte nicht nochmal zu dem etwas hektischen Flugplatz zurück.

Am Zwiesel ging es dann gleich richtig gut hoch, und ich konnte bald über die Benewand zum Latschenkopf springen. Von dort ging es über den Herzogstand zu einem südlichen Vorbergs des Heimgarten.

IMG_4883

Dann kontte ich schon einen Blick auf die Zugspitze werfen.

IMG_4884

Kurz danach konnte ich schon Schloss Linderhof sehen. Nach Westen sah es zwar sehr klar aus, aber leider waren nach Reuthe auch keine Wolken mehr zu sehen. Uns so habe ich erst mal an der Wolkenkante mich neu orientieren müssen. Ein paar mal ging es jetzt auch unter Hangkante.

IMG_4887

Lieder zeigt das Butterfly Display und die V3+ Anzeige, obwohl sie am gleichen Port des PowerFlarmCores hängen, immer noch unterschiedlich an.

 

IMG_4888

IMG_4889

IMG_4890

Zurück ging es dann entlang an den Miemingern, an deren westlichen Ende ich mich gut hochmachen konnte.

 

IMG_4892

IMG_4893

IMG_4894

An der westlichen Karwendelspitze kam ich nicht so hoch, und so ging es dann wieder zum Latschenkopf.

IMG_4895

IMG_4896

Und danach wollte es einfach nicht nach unten gehen. Aber ich wollte landen, denn ich wollte mich noch um meine Flarmanzeigen kümmern.





Wirkungsquerschnitt von Segelflugzeugen

2 12 2012

Wenn das Bild auch nicht ganz richtig ist, so zeigt es doch die wichtige Botschaft. Ausweichen nur, wenn der andere erkannt ist, denn sonst steigt der Wirkungsquerschnitt, wenn man sich schon sehr nahe ist.

hori

glider-kollision-30°-2

Die Bilder hat Wolfram Gothe gemacht. Danke dafür.








Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.