Bundesligaflug

27 04 2013

Danke an München und Innsbruck für die Nutzung der Lufträume.

Bilder kommen weiter unten.

Am Samstag geht mein erster Blick so gegen 6 Uhr aus dem Wohnwagenfenster gegen Himmel. Noch am Abend zuvor habe ich mit Gerd über das Wetter gesprochen, und wir konnten es nicht glauben, dass es am nächsten Tag wirklich ein guter Flugtag werden soll. Aber den Schlepppiloten für 6:30 wollten wir nicht abbestellen. Doch der Blick aus dem Fenster jetzt in der Früh, und vor allem die Windwerte im Internet, scheinen den Tag nicht so gut werden zu lassen. Also Zeit nochmal eine Runde zu Schlafen und dann gemütlich das Frühstück vom Bäcker zu holen. Am späten Vormittag haben dann die Wolken so viel Struktur bekommen, dass wir an einen thermischen Bundesligaflug denken. Ja der Wind über den Brenner scheint auch so stark zu sein, dass wir uns einbilden, die Nordkette sollte gehen. Doch wenn man die Info der Meteorologen anschaut, dann spricht es eben für eine starke Welle in Innsbruck, aber nicht für die Nordkette, doch zu diesem Schluss bin ich noch nicht fähig, das wird es ich erst am Abend in den Nachanalyse tun.
Nachdem ich durch Gruscheln verpasst habe, mein Flugzeug aufzubauen, als die anderen Einsitzer noch vor der Halle stehen, nutze ich meine Einmannaufrüsthilfe, oder wie sie der Hersteller nennt, die kein-Freund-Hilfe. Es geht überraschend schnell. Zum Schieben an den Start hilft mit Sepp, unser Schlepppilot. Zur Startanmeldung schreitend, kommt mir Raphael entgegen, und er meint, ich bräuchte nicht bis zum Startschreiber gehen, ich wäre schon angemeldet. Schleppen tut mich dann Christian mit einer TTC. Ich habe mit ihm einen Schlepp zum Blomberg vereinbart, doch es ist so viel Energie in der Luft, dass ich auf eine Wolke über Penzberg umschwenke, und unter 400 Meter ausklinke. Da geht es auch gleich wie im Fahrstuhl hoch, und ich höre Mathias mit dem Quintus in der Nähe von Antersberg. Ich entschließe mich erst mal nach Südosten zu fliegen. Im Anflug auf Olstadt komme ich dann tief, ok immer noch höher wie meine Ausklinkhöhe, und muss erst ein wenig suchen, bevor ich dann mit einer 13 dort kurble. Die Luft ist zwar energiereich, aber wo es unter den Wolken zieht, habe ich noch nicht so wirklich herausbekommen. Es geht dann unter der relativ tiefen Basis weiter über das Murnauer Moor und über Eschenlohe hinaus, wo ich dann nochmal unter den Wolken kurble. Inzwischen höre ich, dass KP über den Sojern in die Welle über Krünn eingestiegen ist, und nun an den Wetterstein fliegt. Also schalte ich auch gleich mental um, ich möchte auch in die Welle. Normalerweise gibt es ja Nördlich des Hohen Kisten eine Stelle, an der ich schon häufig aus dem Hang in die Welle kann, doch diese Stelle geht nicht. Der Wind scheint ein wenig zu westlich zu sein. Also mache ich mich dann am nochmal ein wenig thermisch hoch und versuche über dem Walchensee etwas zu bekommen, doch es klappt nicht. Zum Latschenkopf lang die Höhe auch nicht mehr, und so geht es an die niedrigen Berge in der Jachenau, an denen ich mich zusammen mit einigen Raubvögeln für die nächsten 45 Minuten verlustiere. Dort einmal auf 2100 Meter gekommen, sieht die Welt gleich ganz anders aus. Nach Norden kann ich schon auf die Wolken schauen, nach Süden sehe ich die Wolken in der Ferne der Nordkette auf gleicher Höhe. Also auf zum Sojern, wobei ich zwischendrin kurz vor dem Isartal nochmal ein wenig Höhe machen kann. Für Welle ist es mir ein wenig zu weit in Norden, thermisch geht es an dieser Stelle aber häufig. Am Sojerngrat meine ich dann nochmal thermisch zu kreisen, bevor es dann an der Sojernspitze auf jeden Fall in die Welle geht. Nachdem ich dort bis kurz vor die Grenze des Luftraums C gestiegen bin, mache ich mich auf Richtung Wettersteingrat. Aber so richtig tragen will der Grat nicht. Auch wird es dann im Westen sehr feucht und es ist nicht möglich an die klassische Miemingerwelle zu fliegen. Also geht es den Grat zurück, und dann springe ich über den Grat ins Lee und finde mich kurz danach in der Wettersteinwelle. Über Mittenwald steigt es so gut, dass ich auf München Info mal vorsichtig anfrage, ob ich da bis FL 160 steigen darf. Ich bekomme die Auskunft, dass ich ein wenig warten solle, und dann höchstwahrscheinlich auf eine andere Frequenz geschickt werde. Und so geschah es dann auch. 5 Minuten später hatte ich die Freigabe in Luftraum C einzufliegen und bis FL160 zu steigen. Jetzt geht es nach Osten, und ich stelle fest, dass wir eine ganz schön große Westkomponente im Wind haben. Vorbei an Geitau geht es nun bis über den Inn, ja Unterwössen ist gleich fast unter mir. Zum Kaiser traue ich mich nicht zu springen, es ist zu feucht beziehungsweise ich bin nicht genügend hoch. Also geht es zurück gegen Westen. Da finde ich dann Zeit ein Bild zu machen, zuerst das Inntal und dann nach Norden zum Tegernsee und Schliersee.

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Und nun habe ich irgendwie die fixe Idee zur Nordkette zu wollen, anstatt in Wellen getragen zurück zur Wettersteinwelle. Und dazu muss ich durch einen blaues Loch fliegen. Doch was bedeutet blaues Loch, sinkende Luftmasse, oder absteigender Ast der Welle.

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Und so sinke ich leider deutlich schneller als mir liebt ist. Der Controller gibt mich an Innsbruck Radar. Doch ich sinke weiter. Selbst über dem Grat geht es nicht. Am Rofan trägt es ein wenig, doch ich denke ich komme noch gut an die Nordkette, und fliege deshalb weiter. Am Anfang der Norkette kann ich dann auch im Hang mit fast 3 Metern steigen, und ich denke mir, aha, die Nordkette geht, warum soll ich hier mit Hangfliegen Zeit verschwenden, es wird ja so weiter gehen. Doch Pustekuchen. Die Kette trägt nicht, es geht mit 3 bis 4 Metern nach unten. Ich denke mir zwar, da wird der abfallende Wellenast drauf stehen, aber mir fällt nichts Besseres ein. Als ich dann so tief bin, dass ich wirklich ans Außenlanden denke muss, rede ich kurz mit dem Controller. Er sagt mir, dass es, wenn es dort so sinkt auch bis nach Innsbruck so sinkt, und dass ich doch besser vor der Stadt außenlanden soll. Und übrigens hätte ich nun das ganze Inntal für mich. Also fliege ich weg vom Hang nach Süden Richtung ausgewählter Außenlandewiese, aber immer noch in der Hoffnung über einem sonnenbeschienen Industriegebiet Steigen zu finden. Schon vor dem Industriegebiet finde ich Steigen. Es ist zwar nicht so ruhig wie Welle, nicht so turbulent wie Rotor, an der Stelle, an der ich deutlich höher eine Welle erwartet hätte. Und so steige ich dort erst kreisend und dann, nachdem ich herausgefunden habe, dass es eine Welle ist, auch gerade aus fliegend. Bald steigt der Integrator auf über 4 ja stellenweise sogar auf über 5 Meter.

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Nun habe ich wieder das Problem der Feuchtigkeit, ich kann nicht weiter Steigen, weil Wolken bald im Weg sein werden. Also Klappen raus und unter den Wolken bleiben.

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So fliege ich zur Reiter Spitze, und kann dann wieder in den Norden blicken. Und was ich da sehe, ist zwar spektakulär aber auch nicht einladend.

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Vor den Bergen ist ein gleißender weiser See aus Wolken. Ich bin zwar 1000 Meter über Gleitpfad heim, doch ob ich heimfliegen kann, steht noch in den Sternen. Östlich der Isar ist noch alles frei. Die Welle am Soiern steht immer noch, doch ich gleite erst mal zum Latschenkopf, an dem ich nochmal deutlich Höhe dazu machen kann. Der See hat inzwischen für mich sichtbare Löcher (bekommen), und ich glaube inzwischen daran, dass ich nicht in Greiling außenlanden muss, so wie Beni, sondern wieder zum Platz zurückkomme. Über Tomys Rest traue ich mich ob der Wolken nicht zu fliegen, und so geht es zum Platz zurück, zwischen den Wolken unter die Basis und dann auf einen grünen aber wie ausgestorben wirkenden Platz zurück zur Landung





Gedanken zum Jahrtag

21 04 2013

Unser Segelfluggebiet, oder wie es Tomy bezeichnete, unser Sandkasten, liegt zu einem großen Teil im alpinen Bereich. Sobald wir die unmittelbaren Flugplatzbereiche verlassen, setzen wir uns einem erhöhten Risiko aus. Je weiter wir uns ins Alpine wagen, desto mehr steigt das Risiko. Doch für viele von uns stellt die Bewältigung von Flügen ins hohe alpine Gelände eine sportliche und persönliche Herausforderung dar. Die erfolgreiche Bewältigung eines Fluges um einen der vielen hohen wunderbaren Berge oder Pässe stellen für uns Erlebnisse dar, an die wir uns ein ganzes Leben gerne erinnern, ja an denen wir uns auch aufrichten können. Wer kann sich nicht an seinen ersten Flug zur Benewand, um das Karwendel, entlang des Wettersteins, zum Kaiser, zum Venet, in die Benina, zum Grimmling, zum Königssee, in die Karawanken, zum Arlberg, ins Hinterrheintal, zum Matterhorn …. erinnern oder träumt zumindest davon.

Aber leider sprechen die Tatsachen für sich selber. Jedes Jahr kommen einige Segelflieger in den Bergen ums Leben. Die, die sich in die alpine Welt begeben, sollen sich gut vorbereiten, sollen um ihre Fähigkeiten und Grenzen wissen, und sollen immer rechtzeitig den Flug sicher beenden.

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Kurz nach Sonnenuntergang an unserem letzten gemeinsamen Flugtag, seinem Geburtstag in Januar 2007.

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Tomy beim Zellenwartlehrgang im Februar 2007.





Endlich wieder Bergfliegen

14 04 2013

Am Sonntag war dann auch für mich der erste Bergflug dieses Jahr möglich. Am Samstag war leider nur Windenstart und so bin ich dann nicht in die Luft gekommen.

Zuerst ging es hinter Sepp hinter der EISDiele über das Moor zum Blomberg. Es war zwar auch zwischendurch gute Thermik, aber ich wollte nicht nochmal zu dem etwas hektischen Flugplatz zurück.

Am Zwiesel ging es dann gleich richtig gut hoch, und ich konnte bald über die Benewand zum Latschenkopf springen. Von dort ging es über den Herzogstand zu einem südlichen Vorbergs des Heimgarten.

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Dann kontte ich schon einen Blick auf die Zugspitze werfen.

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Kurz danach konnte ich schon Schloss Linderhof sehen. Nach Westen sah es zwar sehr klar aus, aber leider waren nach Reuthe auch keine Wolken mehr zu sehen. Uns so habe ich erst mal an der Wolkenkante mich neu orientieren müssen. Ein paar mal ging es jetzt auch unter Hangkante.

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Lieder zeigt das Butterfly Display und die V3+ Anzeige, obwohl sie am gleichen Port des PowerFlarmCores hängen, immer noch unterschiedlich an.

 

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Zurück ging es dann entlang an den Miemingern, an deren westlichen Ende ich mich gut hochmachen konnte.

 

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An der westlichen Karwendelspitze kam ich nicht so hoch, und so ging es dann wieder zum Latschenkopf.

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Und danach wollte es einfach nicht nach unten gehen. Aber ich wollte landen, denn ich wollte mich noch um meine Flarmanzeigen kümmern.





Wirkungsquerschnitt von Segelflugzeugen

2 12 2012

Wenn das Bild auch nicht ganz richtig ist, so zeigt es doch die wichtige Botschaft. Ausweichen nur, wenn der andere erkannt ist, denn sonst steigt der Wirkungsquerschnitt, wenn man sich schon sehr nahe ist.

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Die Bilder hat Wolfram Gothe gemacht. Danke dafür.





Wellenflug am Samstag

12 11 2012

Am Freitag ruft mich Wolfram an und fragt ob ich am Samstag mit zum Wellenfliege gehe. Spontan sage ich ja, und mache mich auf den Weg zum Flugplatz. In der Früh am Samstag sieht es erst mal sehr grau am Himmel im Westen aus, wenngleich an den Wellenstellen auch in den Vorbergen die Rotoren stehen. Benni und ich räumen mit Sonnenaufgang aus, können dabei ein schönes Bild vom Arcus machen.

Da aber von Westen Regen hereinzieht, baue ich ich Antares erst mal nicht auf. Erst nachdem der Regen weg ist, und ich dem Arcus mit in die Luft gebracht habe, baue ich meine Antares auf. Inzwischen haben sich auch noch einige andere eingefunden um Windzufliegen. Und so komme ich erst nach einer Stunde des Wartens in die Luft.

Ich klinke über der Benewand aus, und finde über dem Kochelsee keinen Anschluß. Auch die Benediktbeuer Welle geht nicht, und so finde ich mich am Südhang des Blombergs wieder, an dem ich im laufe der Zeit so viel Höhe machen kann, dass ich mich wieder Richtung Süden wagen kann. Es steigt zwar nicht Richtig auf dem Weg zur Benewand, aber ich verliere bis kurz davor kaum Höhe. Von Einstein habe ich erfahren, dass er an der Benewand im Hang gut hochgekommen ist, und so wage ich es auch. Im Westen trägt sie ganz gut, vorne am Brauneck ist der Wind fast ganz eingeschlafen und es tut sich nichts. Und so mach eich mich mit einigen Schlägen im Westteil der Wand hoch. Von dort probiere ich die Kochelwelle, was so mehr schlecht als recht gelingt. Als ich genügend hoch bin, will die die südlich des Hohen Kisten ausprobieren, wo man aus dem Heimgartenhangwind in die Welle kann. Doch aus das klappt nicht. ich wage den Sprung über das Eschenloher Tal, kann dabei meine Höhe halten, und springe zum Ettaler Mandel. Der Hang nach Linderhof trägt, aber die Linderhofwelle bekomme ich anfangs nicht. Nach komme einiger Zeit bekomme ich sie dann doch, und kann über den Rotorfetzen im Süden bis fast nach reuthe fliegen. Von dort geht es zum Wettersteingrat. Nach einem Schalg dort finde ich mich in der Mimingerwelle vor der Zugsitze wieder. Benni und Wolfram fliegen mit dem Arcus an mir vorbei. Ich steige noch ein wenig,
und jage dann auch wieder zurück, um noch vor Sonnenuntergang wieder zu landen.

Danke an Innsbruck Radar für die Freigaben.





Lecture Notes SatNav

15 10 2012

satnav_master are the lecture notes for SatNan 2012/2013





Gletscherflug

21 08 2012







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