Hangflug am Samstag

16 06 2017

 

Am Samstag schien das Wetter bei mir in Tölz erst so schlecht, dass ich mich am Vormittag erst mal um meine Wohnung gekümmert habe. Am Nachmittag bin ich dann doch zum Flugplatz raus, um einige Dinge an meinem Flieger anzuschauen. Das Wetter sah dann doch so gut aus, dass ich mich entschlossen habe aufzubauen. Ich war gerade damit fertig, als die anderen von ihrem Hangflug zurückgekommen sind. Benni half mir meinen Ventus auf den Asphalt zu schieben und sage noch, Du kannst am Blomberg in 600 Meter ins System einsteigen.
Ich bin dann doch auf etwas über 800 Meter gestiegen, damit ich für das Motorabstellen etwas mehr Sicherheit habe, und bin dann in das System eingestiegen, und habe dann erst kurz vor Kochel eine Schleife gezogen, weil mit der Sprung zum Hirschgarten zu weit erschien. An der hohen Kiste ging es dann auch nur gerade aus vorbei, und ein paar Wolken auf dem Weg zur Zugspitze lassen mich auch da ohne Kreis weiterfliegen, obwohl ich unten noch einen auf der Wiese bei Farchant liegen sehe. Eine gute Stunde früher hätte ich da noch zwei liegen sehen. So geht es weiter zur Zugspitze, immer ein Außenlandefeld ausgewählt; ich war da noch nie so tief. Die Baustelle der neuen bayerischen Zugspitzbahn ist schon deutlich zu sehen, und mir graust vor dem neuen hohen Masten, der das Seil noch weiter weg vom Berg bringen wird. Ich spüre die Anspannung als ich an der Ehrwalder Seilbahn unter dem niedrigsten Plateau vorbeifliege. Aber er trägt auch tief untern. Dann geht es weiter bis zum Wanninger. Dort wende ich, weil ich nicht sonderlich hoch bin, und dann geht es zurück, jetzt schon etwas höher. Von der Zugspitzwestseite folge ich wieder Wolken im Tal im Geradeausflug bis zum Wank, wo ich dann wieder tief ins Windsystem einteige. Es geht da weiter bis zum Blomberg, wo ich wieder wende. Nun finde ich zum ersten Mal Zeit ein Bild zu machen. Getrunken habe ich schon vorher, aber nur, weil es so einfach geht mit dem Trinkschlauch. Jetzt geht es nochmal das Ganze, nur ein wenig höher als beim ersten Mal.

Dieses Mal nehme ich mir zwar am Wanninger die Zeit ein wenig in Achten zu steigen, doch weiter in die Berge fliege ich nicht, was eigentlich ein Fehler ist, da ich noch viel Zeit habe, bis die 2,5 Stunden für die Bundesliga um sein werden. So muss ich mir dann bei Kochel überlegen, wie ich die restliche Zeit nutze. Ich bin schon auf dem letzten Schenkel für die Bundesliga, und so muss es weiter Richtung Antersberg gehen. Erst die Benewand entlang, die nicht wirklich trägt, und so finde ich dann im Flachland noch Aufwinde und muss da wirklich Kurbeln. Als die Bundesligazeit um ist, versuche ich noch mein Glück ohne Motor einzukommen. Doch unter einer Wolke, die sehr verlockend ausschaut, ob derer ich einen mäßigen Bart verlassen habe, finde ich keinen Aufwind, und so muss ich kurz später den Motor zünden, nur um dann gleich in einen Bart zu fliegen.
Direkt nach der Landung ist das Abendessen schon bereit, und ich kann erst mal gut essen. Das Eis, das Mathias an Benni ausgelobt hat für einen Flug mit dem Astir am Hang, kann ich dann nicht mitessen, weil ich meinen Ventus noch saubermachen muss und in den Hänger bringen muss. Vielen Dank für das Abendessen direkt nach der Landung.
Ein keiner Wehmutstropfen bleit dann noch zum Schluss. Als ich spät am Abend 200 km vom Flugplatz entfernt meinen Flug aus dem Logger auslesen will, muss ich feststellen, dass der Flug nicht aufgezeichnet wurde. Leider hatte ich auf nicht vergessen meine Hänger abzusperren, sodass auch niemand anders meinen anderen Logger vor dem Ende der Wertungszeit für die Bundesliga hat auslesen können.
Es war trotzdem ein sehr schöner Flug. Ich bin zum ersten Mal bei Wind unten bis an der Zugspitze vorbeigeflogen, und die Lichtstimmungen waren im Gebirge wundervoll.

 

 

 

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Notam Briefing mit der DFS

22 05 2017

Da Luftraumverstäße sehr empfindlich geandert werden können, habe ich hier mal kurz zusammengestellt, wie man sich die Notams für einen geplanten Flug von der DFS holen kann.
Notam Briefing mit der DFS





Bundesliga beendet durch Schauer

15 04 2017

 





Flug zum Ortler und in die Benina

9 04 2017




Fallschirm und Föhn

3 04 2017

Ich habe die letzten Tage einen „Safety Moorboten“ gelesen, der Hinweis, bei Föhn die Zwangsauslösung des Rettungsfallschirms nicht einzuhängen, als großen Quatsch bezeichnet hat, da die Gefahr des Verbleibens in großen Höhen mit dem geöffneten Fallschirm durch den starken Wind, der einen sofort in den Abwind treiben würde, nicht existieren würde.

Ich persönlich vertraue dem Briefing von vor zirka 30 Jahren in Frankreich und in den USA, bei Wellenflügen nicht mit Zwangsauslösung zu fliegen, um erst mal im Freifall schnell Höhe abzubauen. Denn die Steigwerte in den Wellen sind selbst bei nur wenigen Minuten Verbleiben in der Steigzone geeignet, den Piloten ohne Sauerstoffversorgung handlungsunfähig zu machen.

Eine Tabelle zur Handlungszeit in Abhängigkeit von der Höhe findet sich bei http://www.skybrary.aero/index.php/Time_of_Useful_Consciousness

 

 





Südseite am 2. April

2 04 2017

 

Nachdem ich am Samstag wegen meiner Küche nicht habe Segelfliegen können, war es mir am Sonntag wieder vergönnt. Der Himmel empfing mich schon beim Aufstehen deutlich freundlicher als am Samstag, es war blau, und keine hohe Bewölkung zu sehen. Der DWD hatte gutes Wetter östlich von Innsbruck vorhergesagt, und so war meine Hoffnung, inneralpin zum Grimming fliegen zu können.

Die ersten Wolken haben dann doch etwas auf sich warten lassen, und so starte ich erst nach 12. Es braucht dieses Mal keinen motorisierten Steigflug bis zum Blomberg, sondern ich kann schon deutlich vorher den Motor abstellen und einfahren. Ich finde gleich Thermik, und kreise bald noch vor dem Blomberg unter Mark im Discus und Marin im Arcus.  Ich versuche dann am Osthang des Blombergs, wo ich die farbenprächtigen Paragleiter beobachten kann, Zwiesel und zwischen Blomberg und Benewand an Höhe für den Sprung hinter die Benewand bzw auf die andere Seite des Lengrieser Tals zu gewinnen. Doch es glingt mir vorerst nicht. Dann endlich klappt es am Westhang des Blombergs, und es führt mich eine „Wolkenstraße“ unter Gipfelniveau an der Benewand vorbei zum Latschenkopf. Dort geht es dann wie von der Wolke mit 3 unterschiedlichen Kondensationniveaus angekeit, nach oben. Bald kann ich von oben auf die Wolken im Flachland, über dem Blomberg und der Benewand blicken. Leider habe ich meinen Foto im Rucksack liegen lassen, und ich komme erst später auf die Idee, die Bilder mit dem Taschentelefon zu machen. Zu gerne hätte ich die Stimmung vom Latschenkopf nach Osten über das Lengrieser Tal zu fliegen sonst in elektronischen Bildern festgehalten, so sind sie nur in meinem Kopf abgespeichert. Die anderen, bis auf Benni, sind alle im Flachland, und wir fliegen beide auf die selber Wolke an der Osteseite des Lengieser Tals zu. Er, weil er direkt vom Blomberg kommt, 300 Meter tiefer. Er findet den Bart ich nicht, und ich muss darauf hin zum Roß- und Buchstein, ein Berg zu dem ich seit dem 21.April 2007 ungern fliege. Nichts desto trotz bekomme ich an seinem Osthang einen guten Aufwind, und von nun an geht es wunderbar den Standardweg nach Osten. Erst am Hundstein geht für mich der Standardbart nicht und ich muss weiter in den Südosten. Dann auf der südlichen Talseite geht es im Sauseschritt nach oben und weiter nach Osten. Kurz muss ich dann auf die Südseite des Alpenhauptkamms, weil im Norden keine vielversprechende Wolke ist. Aber ich finde unter der vielversprechenden Wolke den Bart nicht richtig und gleite dann weit in der Norden um einen guten Aufwind zu finden. Dann geht es südlich den Enztals zurück über den Gerlos mit wunderbaren Blicken auf die Berge des Nationalparks. Kurz meine ich, man könnte südlich an Innsbruck vorbeifliegen, aber es erscheint mir zu feucht am Hauptkamm. Zudem finde ich dort keine guten Aufwinde mehr. Aber nicht nur dort, auch die Wolke über dem Kellerjoch und auf der Ostseite des Zillertals bringen mir kaum Höhe, und so komme ich deutlich tiefer am Rofan an, als mir lieb ist. Ich kann etwas Höhe am Hang machen, aber es langt nicht über die Blauberge. Aber an den niederen Bergen finde ich immer wieder ein wenig Aufwind, und orientiere mich zur Außenlandewiese am Sylvenstein. Am Knick bekomme ich dann nochmal einen guten Bart und kann dann über das Isartal gemütlich nach Königsdorf gleiten.

Der Flug hat mir mal wieder fast alle Emotionen, die eine Segelflug bieten kann, gebracht.

Vielen Dank an Benni, mit dem ich die ein oder andere Entscheidung kurz erörtern konnte.

Der Flugweg ist unter https://skylines.aero/flights/73543 veröffentlicht.





Ausflug nach Osten im März

31 03 2017

Leider hat es mit den Fotos länger gedauert als geplant. Ich entschuldige mich dafür und hoffe, dass sie trotzdem Freude bereiten.

Es war ein ganz entspannter Flugbetrieb am Freitag. Viel weniger als ich erwartet hätte.