Bundesliga von Königsdorf aus am 3.5.

5 05 2009

Die letzte Woche war ich ja zum Trainerlehrgang in Ansbach. Da haben wir Traineranwärter auch gleich unsere neu erworbene Fähigkeiten am D-Kader ausprobieren können. Ich habe viel gelernt, und ich hoffe, die Piloten aus dem D-Kader haben auch was mitnehmen können.

Da das Wetter für den Sonntag als sehr gut vorhergesagt war, bin ich genauso wie Bofrost noch am Samstag Abend von Ansbach nach  München gefahren. Doch ich habe schlecht geschlafen, und ich war schon ein wenig erleichtert, als das Wetter dann am Sonntag nicht mehr so gut vorhergesagt war. Denn wer will schon bei 1000er Wetter nicht richtig ausgeschlafen dann entscheiden müssen, nicht so groß zu fliegen.

Am Flugplatz angekommen, lasse ich es gemütlich angehen, und plane einen Start so kurz nach eins, denn wir haben Westwind und sind nicht von der Startzeit beschränkt.  Wir basten für Bofrosts alten SR940 eine Wendepunktdatei mit Aussenlandefeldern als Flugplätzen markiert, damit er sie angezeigt bekommt.

Ich starte dann kurz nach Eins, und hänge mit meinen 100 Liter Wasser hinter der kastrierten Husky mit ihrem Vierblattprop an Ende der Startbahn in einem Meter Höhe. Wir schleichen dann über das Moor heraus. Wenn es noch wärmer wird, ist die Husky kein geeignetes Schleppflugzeug bei höheren Abfluggewichten.

Der erste Bart noch vor dem Blomberg greift in 600 Meter richtig gut an, doch nachdem die Leute oberhalb von mir in den Wolken verschwinden, haue ich da deutlich unter der Basis ab. In Eschenlohe muss ich ein wenig nach norden ausweichen, weil ich für das Ettaler Mandl zu tief bin. So geht es bis westlich Füssen so zwischen Vorbergen und Flachland hin und her. Ich schaue mir die Schlösser an, zur Touristentour fehlt nur noch die Wies Kirche. Nach Füssen habe ich den ersten richtigen Bart seit Eschenlohe. Ein Twin steigt unter mir ein, und da er ein wenig weiter im Osten kurbelt und mir näher zu kommen schein, verlager ich und das Steigen wird deutlich besser. Und dann geht es nordwestlich an Reute vorbei ans Ende des Lechtals und dann zum Arlberg. Ich komme voran, doch nicht so richtig schnell.

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Dann geht es wieder über die Täler zurück bis fast nach Garmisch. Es läuft jetzt besser, und das Wasser in der Antares schiebt richtig an.

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Beim zweiten mal entschließe ich mich das Engadin auszuprobieren. Benni berichtet von 3700 Meter Basis. Es geht gut bis zum Tschirgant. Doch dann will ich gleich weiter nach Süden und erwische den Anschluss nicht. Also tief Richtung Engadin. Die Aussenlandewiesen von Tösens sind ja schon bekannt, und ich komme dann auch wieder hoch, auch wenn das Steigen, das ich finden, nicht so gut ist, wie erwartet. Ganz unten im Tal sehe ich noch einen anderen Segelflieger kämpfen. Plötzlich frägt mich Benni, wie viel Steigen ich habe, und dann fliegen wir ein paar Kreise zusammen. Er kommt aus meiner Sicht von einer wunderbaren Wolkenstraße, und ich frage ihn, warum er so tief ist. Er hat Pinkeln müssen, und ist dabei ein wenig tiefer gekommen, als geplant, weil er die Wolkenstraße beim Pinkeln nicht ideal getroffen hat. Mit geht es aber in der anderen Richtung ohne Pinkeln auch nicht viel besser. Am Reschen dann nochmal hoch, und ich sehe die hohe Basis Richtung Ofenpass. Doch über dem verschneiten Gelände finde ich die Anschluss nicht, und ich kehre um.  Jetzt geht es nur noch heim, denn jeder weitere Schenkel könnte meinen Bundesligaschnitt drücken.

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Kurz vor der Zugspitze komme ich in zwei Schauer, und mein Gleitpfad geht nach oben weg. Ich bin also jetzt unter dem Gleitpfad.

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Kurz danach finde ich mich über Eschenlohe wieder. Ich finde unter der ersten schönen Wolke eine Aufwind, und geben mich mit einem Meter zufrieden. Unter mir startet ein F-Schlepp mit einem Astir. Der kurbelt dann einen Kilometer entfernt von mir mit sehr großen Kreisen. Aber ich stelle -dank der Flarmkopplung zum Zander- fest, er steigt 10% besser wie ich. Also gehe ich zu dem Astir rüber, und kurble erst mit ihm, und nachdem ich 40 Meter höher bin, kann ich es mir erlauben deutlich enger zu kurbeln, nachdem ich das starke Steigen gefunden habe. Das Vario geht bis auf über 3 Meter hoch, und bald ist der Astir nur noch klein unter mir. Die Wolken locken zum weiterfliegen, doch ich bin ja für die Bundesliga unterwegs, und da ist kein Platz für den Spass nach den Bundesliagschenkeln.Was machen da nur Leute, die in einem thermisch schlechten Gebiet fliegen. Die müssen ja landen und sich neu Schleppen lassen, wenn sie sich durch den Heimflug nicht den Schnitt versauen wollen. Mit Turbo kannst Du ja einfach kurz den Turbo zünden, und dich all dieser Probleme entledigen, doch mit einem reinen Segler hast du diese Möglichkeit nicht.

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Gern wäre ich noch weiter geflogen. Doch dies lassen ja die neunen Bundesligaregeln nicht mehr zu, denn jeder Schenkel nach dem Bundesligaflug kann einem Bundesligageschwindigkeit kosten und FR ausschalten nach dem Flug wird vom Besitzer des OLCs bei manchen Leuten als unsportlich mit Flugstreichung geahndet.

Nach dem Einreichen bin ich kurz in der Bundesliga Mannschaft, aber später werde ich noch rausfallen, da andere deutlich besser geflogen bin wie ich. Ein 108er Schnitt langt eben bei diesem Wetter nicht.

Ich habe die Berge wieder wunderbar erleben dürfen, doch wäre so ein Abstecher am Abend zum Gerlos zusätzlich bestimmt sehr schön gewesen.


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