Wellenflug am letzten Februar

28 02 2010

Nachdem sich gestern bei dem Kaiserwetter die Leute fast auf die Füße gestiegen sind und wir die 3 Schleppflugzeuge fast ausgelastet hatten, war es heute richtig ruhig am Platz. Als ich um 10 Uhr gekommen bin, war die 1000 des BLVMs schon gestartet, während bei uns noch Leute fehlten, um die Halle auszuräumen. Der Himmel sah schon ein wenig „wellig“ aus, aber so richtig knallige Lentis standen nicht am Himmel. Die 1000 konnte sich angeblich gerade so bei Kochel halten. Also habe ich mir die Heckenschere und eine Säge geschnappt, und die 4 höchsten Bäume der Vogelhecke auf den Stock gesetzt. Als ich wieder zurückkomme, sind die Wolfs, Eberls und der Jan da und wir beschließen zu Fliegen. Thomas baut seine 6 auf, und wir holen den Duo aus der Halle. Thomas startet zuerst, kann sich ein wenig bei Kochel halten, doch ist schon bald wieder auf dem Weg zurück zum Flugplatz.
 Jan und ich starten im Duo und wollen uns eigentlich nur in die Benediktbeurer Welle schleppen lassen. Doch hinter der SD erreichen wir nicht mehr als 4 Meter Steigen und so beschließen wir weiter zu schleppen. Fast an der Benediktenwand angekommen, steigt es immer noch nicht richtig. Also bitte ich Sepp uns wieder nach Norden zu schleppen, über dem Kochler Moor steht eine Wolke, die Steigen verheißt. Auf dem Weg dorthin steigt unser Schleppzug aber nur noch mit einem Meterle. Inzwischen haben bis seit dem Start fast 1500 Meter geschleppt, entweder es geht jetzt, oder es wird halt ein langer Gleitflug. Unser Schlepppilot gibt uns beim Ausklinken, wie er uns später erzählen wird, keine 20 Minuten bis zu Landung. So richtiges Steigen finden wir erst mal nicht, aber es geht zumindest auch nicht stark nach unten.

Über dem Kesselberg bekommen wir dann das erste Mal richtiges Steigen. Bei Eschenlohe können wir dann auch wieder ein wenig steigen.

Am besten geht es dann bei Kloster Ettal. Und da kommen wir dann so hoch, dass wir uns zum Wetterstein vortrauen können. Und dort geht es dann fast lehrbuchmäßig hoch.

Wir wollen dann noch nach Osten, doch der Föhn schwächelt ein wenig, und obwohl uns Innsbruck auch östlich von Achenkirch oben gelassen hätte, müssen wir abbrechen, denn wir finden kein Steigen. Also geht es über das Karwendel zurück ins Flache.

Wir machen noch einen kurzen Überflug über das Grab von Tommy.

Im Flachen ist inzwischen der Wind viel stärker geworden, nach den Meldungen vom Boden ist es ja ein Sturm.

Und so bereiten wir uns auf eine Sturmlandung vor, stellen aber dann im kurzen Endteil fest, dass es doch nicht so schlimm ist.

Für Jan, der schon ganz schön lange nicht mehr geflogen war, war es bestimmt ein genauso schöner Flug wie für mich. 2:37 war die Flugdauer, und die höchste Höhe war etwas über 3500 Meter.


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