Wieder thermisch in die Berge

20 03 2011

Es ist der erste Tag mit Thermik am Wochenende im Jahr, an dem ich Zeit habe. Ich fahre schon am Vortag abends zum Flugplatz, um meine Anatres, die ja über den Winter ganz weiß geworden ist, noch mit ein wenig leuchtoranger Warnfolie zu bekleben. Es ist fast Mitternacht bis ich damit fertig bin. Der Mond ist übrigen in dieser Nacht sehr hell, denn er war schon fast 20 Jahre nicht mehr so nahe an der Erde.

Leider bildet sich über Nacht Nebel am Flugplatz, und so wache ich in der Früh unter einer Nebelschicht auf. Also geht es zu den Wolfs zum Frühstücken. Wir haben Glück und nach dem Frühstück ist der Nebel fast schon ganz weg. Wieder am Flugplatz baue ich meinen Flieger auf, und rüste ihn mit allem aus. Dabei muss ich feststellen, dass eine Batterie schon wieder sehr leer ist. Und auch das Butterfly will an der Bluebox angeschlossen mit der Flarm Version 5.01 nichts anzeigen. Ich entschließe mich auf die Version 5.02 upzudaten, was aber natürlich nochmal ein wenig dauert. So komme ich erst um 20 vor eins zum F-Schlepp, was bei Ostwind leicht zu einem Nichtstart führen kann. Und es wäre natürlich fast ein Nichtstart geworden, nicht weil ich kein Schleppflugzeug mehr bekommen hätte, sondern weil der Flugleiter um 5 vor eins sich zur Flugleiterbesprechung verabschieden will. Dies hatte er schon lange vorher angekündigt, und mir hatten auch 3 andere Personen versprochen, den Flugleiter abzulösen, nur leider hat es niemand gemacht. Im Funk wurde dann ein wenig diskutiert, und schlussendlich wurde vom Hauptflugleiter die Lösung kommuniziert, die Flugleiterbesprechung wird um 5 Minuten verschoben. Danke an die Diskutanten, die diese Lösung erarbeitet haben.

Ich bin dann also 5 vor eins im F-Schlepp, und klinke in 500 Meter auf. Mir ist bewusst, dass ich heute keinen F-Schlepp mehr bekommen kann, und so fliege ich bis ich das erste mal wirklich wegkomme mit einem deutlich größerem Außenlanderisiko als ich es gewöhnlich in Flugplatznähe tun würde. Bei Penzberg war ich einmal nur noch 250 Meter über dem Außenlandefeld, als der Bart richtig gut angegriffen hat. Dann an der Basis angekommen stehe ich vor der Frage, ob ich es in den Bergen probieren soll, oder nicht. Wolfgang berichtet, dass die Berge nicht gehen würden, aus den Meldungen des Tölzer Thomas werde ich nicht so ganz schlau. Erst als Thomas dann meldet, dass es dort, wo Wolfgang gemeldet hat, dass es kein Steigen gäbe, Steigen ist,fliege ich Richtung Rabenkopf.

Dort angekommen, finde ich Ausschläge bis 4 und steige schnell an die Basis. Danach wollen Thomas und ich nach Osten fliegen, doch liegt Vorderriss und Sojern so verlockend da, dass wir uns entschließen noch weiter nach Süden zu fliegen.

Thomas fliegt über den kleinen Sojern, ich fliege über den großen Sojern. Wir kommen gleich schnell und hoch an.

Danach geht es nach Westen, ich probiere es am Wetterstein, doch der Wind verbläst alles so, dass ich mich entschließe zum Wank zu fliegen, wo ich zwei andere Segelflieger kurbeln sehe. Nach dem Flarm steigen sie nicht gut, aber sie steigen zumindest. Thomas, der erst nach am Karwendel höher gestiegen ist, probiert den Wetterstein ein wenig nach mir und fliegt dann auch zum Wank.

Vom Wank geht es vorbei an der Zugspitze.

Es sieht so aus, als ob das Inntal entwickelt ist, doch über dem Daniel steht nichts, und so entschließe ich mich zum Plansee zu fliegen. Dort sinkt die Basis deutlich ab, und ich entschließe mich wieder über den Wank nach Osten zu fliegen. Von Wank geht es zum Sojern, doch ich komme ein wenig zu tief an, und muss erst über dem Schießplatz von Mittenwald ein wenig Höhe machen, bevor es am Karwendel entlang zum Unnütz und Schinder geht. Dann über den Sylvenstein herausgleiten, weil die Füße kalt geworden sind.

Auf Höhe des Roßstein entscheide ich, dass ich noch zum Tommys Grab fliegen werde.

Nachdem ich es umrundet habe, gleite ich zurück zum Flugplatz, wobei ich nochmal einen Blick zu den Bergen werfe.

Nach etwas über dreieinhalb Stunden lande ich wieder in Königsdorf, zwar mit kalten Füßen, denn ich hatte die Skyboots nicht angezogen, aber glücklich über den ersten Thermikflug der Saison für mich. Noch den Flieger wieder im Anhänger verstauen, und sich dann über den ersten schönen Flugtag freuen.


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